Blogserie Teil 1: Sind wir in 20 Jahren noch auf Facebook?

erstellt am: 28.10.2013 | von: fukaiko | Kategorie(n): Interviews, Netzwelt 4 Kommentare



17799727_sWie werden wir in Zukunft miteinander kommunizieren? Diese und weitere Fragen stelle ich in dieser Blogserie staffelstablaufmäßig den folgenden drei Branchen-Kennern:

 

Als Fachfrau in Sachen Social Web führt Annette Schwindt (schwindt PR) Einsteiger und Vielnutzer in ihrem „Das Facebook-Buch“ an die Plattform heran. Ralph Scholze (webpixelkonsum) schreibt auf seinem Blog über Social Media, Facebook, Twitter, Google+ und das Blog: Unternehmen finden hier Anregungen für ihre Social Media-Strategie und Kampagnen.

 

Christian Walther ist Inhaber der Online-Marketing-Agentur „best placed marketing“ und wichtigster Partner für fukaiko. Für seine Kunden übernimmt er die Konzeption, Umsetzung und Betreuung von Online-Kampagnen, Social Media Aktivitäten, Webseiten und mobilen Präsenzen.

 

Teil 1 der Blogserie stellt folgende Frage in den Raum:

 

Facebook in der Zukunft: Nutzen wir die Plattform in 20 Jahren immer noch?

 

Anette Schwindt: “ein Fisch mit Füßen”3373973016_19d2367d9e_n

 

20 Jahre sind im Bereich Online-Kommunikation eine sehr sehr lange Zeit. Wenn man die Geschwindigkeit betrachtet, mit der sich der digitale Kommunikationswandel bisher vollzieht, kann niemand sagen, auf welchem Wege wir dann kommunizieren werden.

 

Facebook ist ein Schritt innerhalb dieses Kommunikationswandels, sozusagen ein Fisch mit Füßen, der sich seit 9 Jahren stetig weiterentwickelt. Wohin das in 20 Jahren geführt haben wird, kann heute keiner sagen.

 

 

Ralph Scholze: “Freiheit fern von der Welt der Erwachsenen”

 

Die Weltbevölkerung soll laut aktuellen Prognosen bis zum Jahre 2050 auf 10 Milliarden Menschen zunehmen; vorwiegend auf dem Kontinent Afrika. Wenn es hier einem afrikanischen Unternehmen OLYMPUS DIGITAL CAMERAgelänge, selbst ein soziales Online-Netzwerk ausgerichtet auf den Charakter des eigenen Kontinents zu etablieren, dann wird es Facebook auf Grund der Netzwerkeffekte schwer haben. Zudem bietet Facebook nur die Social Software und (noch) keine Hardware an wie zum Beispiel Google, Apple. Damit ist der Einfluss geringer bei gleichzeitig großer Abhängigkeit von den Anbietern der Hardware. Selbst auf der Ebene der Software hat Facebook teilweise Abhängigkeiten. Weder hat es ein eigenes Betriebssystem, noch einen eigenen Web-Browser. Beides spielt in unserer Gegenwart eine starke Rolle.

 

Junge Menschen (auf Facebook kann man sich offiziell mit 13 Jahren registrieren) suchen ihre Freiheit fern von der „Welt der Erwachsenen“. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die jungen Menschen andere Plattformen für ihren Alltag auswählen als Facebook. Der „Generationskonflikt“ wirkt. Weiterhin wichtig: Viele Menschen sind genervt von dem „permanenten Blick auf das Telefon“. Das „Gespräch vor Ort“ wird vermisst. Ein ganz natürliches Kommunikationsverhalten, was in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geriet, aber aktuell wieder an Bedeutung gewinnt.

 

Die Werbung ist die „Geldquelle“ für Facebook. Ein zu viel an Werbung verärgert die Nutzer/innen. Ein zu wenig an Werbung verärgert die Investoren. Hier wird sich im Laufe der Zeit zeigen, wer am längeren Hebel sitzt. Ich denke, dass Facebook diese Herausforderung zu Gunsten seiner Nutzer/innen entscheiden wird und wir in 20 Jahren noch auf Facebook kommunizieren werden.

 

Christian Walther:“Facebook ist zu faul”

 

christianHier kann ich Dir ein klares JEIN als Antwort geben. Facebook könnte in der Tat noch existieren, so wie VZ-Netzwerke auch noch “existieren”. Jedoch bin ich mir sicher, dass es nicht mehr die Vormachtstellung haben wird wie heute.

 

Warum? Weil das Internet schnelllebig ist und das nicht nur auf Grund bekannter Hype-Mentalitäten. Vielmehr befinden sich die technischen Fähigkeiten/Möglichkeiten in einer andauernden Entwicklung, was über kurz oder lang wieder zu einem “Paradigmenwechsel” führen wird.

 

Meiner Meinung (und Beobachtung) nach, wird Facebook zu groß, zu fokussiert und vielleicht auch etwas “zu faul” sein, um diesen Wechsel zu überleben. Ich denke, es wird neue Netzwerke/Anbieter geben, die frischer sind und die neuen Trends zum Hauptthema machen … und damit Facebook den Rang ablaufen. Dies ist nun einmal der “digitale Lauf der Dinge”.

 

Vielen Dank für diese spannende erste Runde. Teil 2 folgt in Kürze. Dann zum Thema:

 

Wofür werden Facebook-Nutzer ihr Profil in naher Zukunft noch stärker verwenden? Vernetzung? Selbstdarstellung? Werbung?

(Bildquelle:http://de.123rf.com zagandesign)

 


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Kommentar




Ralph Scholze | am 29. Oktober 2013 um 09:50 Uhr

Hallo Frau Weidlich,

wie Sie mir bereits sagten, fallen die Antworten sehr unterschiedlich zu Ihrer ersten Frage aus. Ich finde alle Antworten spannend. Deswegen bin ich neugierig auf die Antworten von Frage 2.

Schreiben Sie noch einmal aus Ihrer Sicht eine Zusammenfassung?

Viele Grüße, Ralph Scholze

fukaiko | am 29. Oktober 2013 um 10:10 Uhr

Guten Morgen lieber Herr Scholze,

vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Blogserie und Ihre Frage: Ich werde das Thema definitiv aufgreifen/zusammenfassen/kommentieren. Und auch ich freue mich auf Teil 2 und 3 :)

Herzliche Grüße und einen sonnigen Dienstag,
Sylvi Weidlich

Ralph Scholze | am 30. Oktober 2013 um 09:35 Uhr

Hallo Frau Weidlich,

ich danke Ihnen, dass ich Ihre Fragen beantworten durfte.

Darauf bin ich wie ein Bogen gespannt, auf Ihre Meinung und Zusammenfassung ;)

Viele Grüße, Ralph Scholze

Blogserie Teil 2: Sind wir in 20 Jahren noch auf Facebook? – Der fukaiko-Blog. | am 5. Februar 2014 um 12:49 Uhr

[...] Die Antworten unserer drei Spezialisten auf die Frage „Nutzen wir Facebook in 20 Jahren immer noch?“ finden sich im Teil 1 der Interviewreihe. [...]